Stadt Schauenstein

Die Stadt SCHAUENSTEIN, malerisch am Hang ihres Schloßberges ausgebreitet, gehört zu den ältesten Siedlungen des Landkreises und wurde erstmals bereits im 12. Jahrhundert erwähnt. Das heute im Eigentum der Stadt stehende mächtige Schloß, in dem das Nordostoberfränkische Feuerwehrmuseum und das Heimatmuseum der Stadt Schauenstein zu finden sind, und die vorreformatorische Pfarrkirche St. Bartholomäus sind die Wahrzeichen des anmutigen Frankenwaldstädtchens, in dem Industrie und Fremdenverkehr gleichermaßen zu Hause sind. Das als Heimatmuseum gestaltete Weberhaus in Neudorf erinnert an die vergangene Zeit der Hausweberei. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der neu gestaltete Marktplatz.

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Schauenstein ist eine der ältesten Siedlungen des nordfränkischen Raumes und soll schon seit 1017 abgegrenztes Herrschaftsgebiet gewesen sein. Die erste urkundliche Erwähnung weist aus, daß im Jahre 1230 ein Obervogt auf der Burg Schauenstein seßhaft war. Mit Sicherheit war die Burg der erste Anlaß zur Stadterbauung. Wann Schauenstein erstmalig zur Stadt erhoben wurde, ist urkundlich nicht nachweisbar. lm Jahre 1387 wurde der Stadt der „ Freyheitsbrief“ von Friedrich Burggraf zu Nürnberg erteilt und von König Wenzel zu Nürnberg 1387 bestätigt. Hieraus kann man schließen, daß Schauenstein zur damaligen Zeit als Siedlung eine besondere Bedeutung hatte. lm Jahre 1422 wurde das Stadtrecht erneut bestätigt. Die Stadt liegt in 606 m Höhe auf einem ins Tal der Selbitz steil abfallenden Bergrücken. Wegen seiner schönen Lage wurde Schauenstein schon im 17. Jh. als das „Vogtländische Zion“ bezeichnet. Die bedeutendsten Söhne der Stadt waren der im Jahre 1490 geborene Dr. Kleinschmidt, Leibarzt Dr. Martin Luthers, und der 1548 geborene Joh. Codomanus, später Superintendent und Direktor des Konsistoriums zu Culmbach.

Schauenstein war ursprünglich eine rein bäuerliche Siedlung. Ab dem 15. Jh. fanden die Leute zusätzliche Arbeit in Bergwerken und Eisenhämmern. lm 17.-19. Jh. waren die Handweberei und Schuhmacherei wichtige Erwerbszweige; ab 1866 Stickerei und Feinnäherei. Die Industrialisierung, die aus dem vogtländischen Bereich heraus ihren Einzug hielt, setzte um 1890 ein. Heute bieten Webereien, Gardinenfabriken, eine Eisengießerei und Maschinenfabrik, Kugellager-Großhandel sowie Bau- und Handwerksbetriebe rd. 700 Menschen Arbeit.

Schauenstein zählt rd. 2500 Einwohner einschließlich der Ortsteile. Mit der Gemeinde Leupoldsgrün besteht seit 1978 eine VG mit Sitz in Schauenstein. Für das kulturelle Leben und den Fremdenverkehr leisten der Gesangverein, Kirchen- und Posaunenchor sowie das Volksbildungswerk ihre Beiträge. Gesundheitsfördernde Freizeitgestaltung bieten eine moderne Sportstätte mit Tennisanlage und Kunststofflaufbahn. Das Wandernetz ist gut markiert. Für Skiwanderer stehen 14 km bespurte Loipen zur Verfügung. Schauenstein liegt nur 5 km von der BAB München-Hof-Berlin entfernt

 

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